Programm

Integrale Praxis

Das Prinzip

Die Idee hinter dieser Art Baukastensystem ist ganz einfach: Durch die Integration einer physischen, emotionalen, intellektuellen, kreativen,sozialen und spirituellen Praxis können wir gleichzeitig die Entwicklung in den vielfältigen Dimensionen des Lebens fördern.Perspektivisch können wir unsere vielfältigen und unterschiedlichen Persönlichkeitsanteile voll und ganz zur Entfaltung bringen.Unser Selbst, unsere tiefere Identität verbindet und steuert diese unterschiedlichen Bereiche wie eine Art Selbstsystem.So können wir z. B. versuchen, Schritt für Schritt unsere soziale Intelligenz zu entfalten:vollständiger und tiefer unsere Beziehungen verstehen und mit mehr Kompetenz unsere Beziehungen und unsere Kommunikation leben.

Fallbeispiel 1

Sven Schmidt (anonymisiert), 35 Jahre, Designer.
Aus den 8 Basismodulen hat Sven Schmidt folgende Praktiken für sich ausgewählt:

1 Wege des Körpers: Yoga-Praxis im Einzelunterricht; Joggen
2 Wege des Gefühls: Tagebuch, Musik machen
3 Wege des Denkens: Auseinandersetzung mit dem Thema »Integrale Ökologie«
4 Wege des Seins: Vipassana-Meditation
5 Schatten: Gestalttherapie
6 Intersubjektiv: Kommunikationsfähigkeiten erweitern
7 Kreative Praxis: Musik, Schlagzeug
8 Wege des Handelns/Gesellschaftliches Modul: Entwicklung von Produkten mit    »ökologischem Rucksack« (Der Gang auf den Marktplatz, 10. Ochsenbild im    Zen)

Übersicht der einzelnen Module

Schatten aus integraler Perspektive

Eine der ganz großen Erkenntnisse der Menschheit ist die, dass wir Menschen – individuell und kollektiv – Inhalte unseres Bewusstseins verdrängen können. Dies kann sowohl bewusst als auch unbewusst geschehen. Diese dabei entstehenden psychodynamischen Schattenanteile, wie man sie auch nennt, sind damit jedoch nicht aus der Welt verschwunden, sondern beginnen ein unsere Wahrnehmung verzerrendes Eigenleben zu führen über das wir keine Kontrolle mehr haben, es sei denn wir kümmern uns um die verdrängten Anteile, individuell und auch kollektiv.Die menschliche Psychodynamik, und die darin stattfindende Schattendynamik ist ein wichtiger Bestandteil des integralen Ansatzes von Ken Wilber, vor dessen Hintergrund im Vortrag und Seminar das Thema erläutert wird. Neben allgemeinen Erläuterungen dazu geht es vor allem um konkrete und alltagstaugliche Möglichkeiten mit dem Phänomen Schatten umzugehen, für ein besseres und umfassenderes persönliches Leben, aber auch für eine Weiterentwicklung des menschlichen Bewusstseins insgesamt.

[Weitere Beschreibungen der einzelnen Module folgen in Kürze]

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Die Module in einer Wochenstruktur

Bei Übenden die am Beginn des Integralen Weges stehen, beginnen wir mit wenigen Modulen und kürzeren Zeiteinheiten (d. h. den Integralen Ansatz individuell anpassen). Im Fallbeispiel 2 stellen wir einen Wochenplan für eine übende Person vor, die sich schon über einen längeren Zeitraum mit dem integralen Ansatz beschäftigt. Diese Wochenstruktur sollte man nicht als zu eng auffassen, eher verstehen im Sinne einer Orientierung und auch als ganz praktische Hilfe um wieder zurückzukommen, wenn Ablenkungen und Abschweifungen mich vom Weg entfernt haben.

Fallbeispiel 2

Manuela Koch (anonymisiert), 56 Jahre, Journalistin.
Die Basismodule und seine ausgewählten Praktiken in einer konkreten Wochenstruktur umgesetzt:

Montag
07:00 09:00 18:15 20:00
Yoga Arbeit Yoga- Kreative
(30 min.) (bis 16:00) Gruppen- Praxis 1
    unterricht (Schreiben)
Modul Körper Modul Handeln Modul Gefühl Modul Kreativität


Dienstag
07:00 09:00 18:00 20:00
Yoga Arbeit Yoga und Zen- Mit Freundinnen
(30 min.) (bis 16:00) Meditation ins Kino gehen
Modul Körper Modul Handeln Modul SEIN Modul
      Interpersonal


Mittwoch
07:00 09:00 11:00 17:00 20:00
Yoga Schattenarbeit Arbeit Sich langweilen, Theorie 1
(30 min.) (Gestalt-   nichts tun (Beschäftigung
  therapie)     mit Philosophie)
Modul Körper Modul Schatten Modul Handeln Modul Gefühl Modul Denken


Donnerstag
07:00 09:00 18:00 20:00
Yoga Arbeit Yoga und Zen- Arbeit an der
(30 min.) (bis 16:00) Meditation sozialen Plastik 1
Modul Körper Modul Handeln Modul SEIN Modul Handeln


Freitag
07:00 09:00 16:30 18:00 22:00
Yoga Arbeit Yoga und Zen- Kreative Praxis 2 Das Nachtding,
(30 min.) (bis 16:00) Meditation (Schreiben) mit Freundinnen
        Tanzen gehen
Modul Körper Modul Handeln Modul SEIN Modul Kreätivität Modul Interpersonal


Samstag
10:00 11:00 14:30 18:00
Yoga und Zen- Theorie 2 Arbeit an der Tagebuch
Meditation   sozialen Plastik 2  
Modul SEIN Modul Denken Modul Handeln Modul Gefühl


Sonntag
10:00 12:00
Yoga und Zen- La Famiglia, Ausflüge, Fahrradtouren
Meditation  
Modul SEIN Modul Interpersonal

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